Gesamtwehrübung am 18.10.2016

Geschrieben von Thomas Schulz. Veröffentlicht in News

„18.10.2016 19:45h Gesamtwehralarm => Übungsalarm, Am Hockenbuck 1, Lagerhallenbrand“
So stand es auf unseren Funkmeldeempfängern (Piepser) zu lesen.

Die Feuerwehr Schallstadt übt gemeinsam mit beiden Abteilungen den Ernstfall.

 

Die Abteilung Schallstadt war aufgrund der kurzen Anfahrt bereits sehr schnell vor Ort. Obwohl der Einsatz als reiner Brandeinsatz gemeldet wurde, stellte sich die Lage beim Eintreffen an der Einsatzstelle weitaus vielschichtiger dar. Zusätzlich zum Brand in einer Produktionshalle war auch ein Mitarbeiter des Unternehmens „schwer verletzt und unter einem 5 Tonnen schweren Stapler eingeklemmt“.

 

Im Rahmen der Übung wurde umgehend mit der Brandbekämpfung in der künstlich vernebelten Produktionshalle begonnen, sowie die Erstversorgung des Patienten eingeleitet. Die notwendige Wasserversorgung für die Brandbekämpfung wurde von der inzwischen ebenfalls am Übungsort eingetroffenen Abteilung Mengen aufgebaut. Gemeinsam wurde die Brandbekämpfung in der Halle, sowie die Personensuche mit einer Wärmebildkamera durchgeführt. Der eingesetzte Überdrucklüfter sorgte schnell für eine bessere Sicht in der komplett vernebelten Halle. Die Wärmebildkamera erwies sich als sehr gutes Hilfsmittel, in der Halle mit Sicht gleich Null sämtliche Wärmequellen (Brandstelle, Personen, etc.) zu erkennen.

 

Der zwischenzeitlich eingetroffene Rettungswagen des DRK begann umgehend mit den notwendigen Massnahmen zur Patientenrettung. Die Besonderheit bei dieser Übung war, daß Sanitäter und Notarzt aus Waldshut-Tiengen angereist waren, um im Rahmen Ihrer lokalen Ausbildung ein möglichst realistisches Szenario durchzuspielen. So kam dann auch eine hochmoderne Simulationspuppe zum Einsatz, an der sehr realitätsgetreu verschiedene Zustände des Patienten nachgebildet werden konnten.

Für die Feuerwehrleute die mit der Rettung der unter dem Stapler eingeklemmten Person betraut waren, begann nun eine kurze Wartezeit da der Patient vom Rettungsdienst erst stabilisiert und mit Schmerzmitteln behandelt werden musste.Hier zeigte sich wie wichtig es ist solche Übungen gemeinsam mit dem Rettungsdienst durchzuführen, um auch hier das Verständnis für die jeweiligen Aufgaben zu erweitern.

Erst nach Freigabe durch den Notarzt konnte damit begonnen werden, den Stapler kontrolliert anzuheben. Das hohe Gewicht stellte weniger ein Problem dar, als vielmehr die Ansatzpunkte für die Hebekissen. Da der Verletzte unter dem Heck des Fahrzeugs lag, konnte dieses nur mittig angehoben werden – eine Geduldsprobe die von allen Beteiligten mit viel Fingerspitzengefühl gemeistert wurde.

Insgesamt verlief die gesamte Probe erfolgreich. Die Punkte des Übungsverlaufs wurden von den Organisatoren kritisch betrachtet und angesprochen, damit die Ausbildung der Feuerwehr auch zukünftig effizient und zielgerichtet ist. Als Übungsbeobachter war Schallstadts Stellvertretender Bürgermeister Willi Schumacher vor Ort und dankte allen für ihr ehrenamtliches Engagement das unerlässlich für die Sicherheit in unserer Gemeinde ist.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, den Organisatoren, dem DRK Ortsverein Waldshut-Tiengen mit unserem ehemaligen Feuerwehrkamerdaden Dr. Daniel Arndt und nicht zuletzt der Firma „Müller – Blumen und Garten“, die Ihr Betriebsgelände zur Verfügung stellte.

Alle Bilder von dieser Übung wurden von Andreas Berger zur Verfügung gestellt: Bilder